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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Durch die Gerlache Straße nach Orne Harbour auf der Arctowski-Halbinsel

Unsere nächste Etappe für uns nach Norden durch den Neumayer Channel sowie die Gerlache Straße nach Orne Harbour. Dort werden wir das erste Mal unseren Fuß auf antarktisches Festland setzen. Das bedeutet, ab dort könnten wir zu Fuß zum Südpol wandern, wenn wir dann wollten.

Das Bild könnte doch ebenso gut auf einer Kreuzfahrt in der Südsee entstanden sein, oder? Unglaublich, die Lufttemperatur beträgt nur 4 Grad, aber es ist windstill und wunderschön, in der warmen Sonne zu sitzen.

Kurze Zeit später kommt uns die „Volendam“ entgegen. Das Schiff kann 1.432 Passagiere aufnehmen, Bordsprache ist englisch, allerdings soll es eine deutschsprachige Hostess an Bord geben. Die „Volendam“ gehört der US Reederei Holland America Linie, fährt allerdings unter niederländischer Flagge.

Im Kielwasser des Kreuzfahrtschiffes tummelt sich eine Familie Schwertwale.

Schwertwale

Später treibt eine Eisscholle oder ist es schon ein kleiner Eisberg mit einer Gruppe Krabbenfresser vorbei. Wobei der Name den Tieren nicht gerecht wird, denn sie ernähren sich zu 90% von arktischem Krill. Mich faszinieren die vielen Blautöne von Wasser, Himmel und Eis.

Am Horizont, quasi hinter uns, fährt die „Sea Cloud“ der monegassischen Reederei Silverseas. Das Schiff fährt unter der Flagge der Bahamas, genau wie die Bremen.

Auf dem nächsten Eisberg ruhen sich 3 Eselspinguine vom Fischfang aus. Vielleicht sind sie aber auch vorhin den Schwertwalen entwischt.

Die „National Graphic Orion“ beherbergt nur 100 Passagiere. Das man über National Graphic interessante Reisen buchen kann, wußte ich bereits, aber mir war nicht bekannt, dass sie auch ein eigenes Schiff unterhalten. Dem Schwesterschiff „MS Ortelius“ werden wir auf dem Weg nach Australien begegnen.

Die Farben im Gegenlicht bestehen eigentlich nur aus Weiß und Blau.

Eine weitere Eisscholle mit Krabbenfresser Robben zieht vorbei.

Nochmals schwimmt eine Schule Orcas neben uns her. Übrigens, die langen, spitzen Rückenflossen gehören männlichen Tieren, die kurzen, gebogenen Flossen sind Weibchen.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wo dieses großartige Panorama heute aufgenommen wurde. Peter hat es mit seinem iPhone fotografiert.

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Dorian Bay auf Wiencke Island

Quelle: Secretariat of the Antarctic Treaty

Heute geht es früh los. Wir beginnen um 9 Uhr mit dem Ausbooten. Schon auf dem Weg zu unserer Landungsstelle „fliegen“ Eselspinguine durch das Wasser.

Ist das nicht ein wahnsinniges Panorama? Absolut spiegelglatte See bei 5 Grad Celsius.

Damoy Hut

Auf der Landzunge, die ein Teil der Wiencke Insel ist, gibt es zwei alte Hütten zu besuchen. Einmal die hier abgebildete englische Sommerhütte Damoy Hut sowie die gegenüberliegende argentinische Hütte.

argentinische Hütte

 

Eselspinguine

Ein Besuch der historischen Hütte ist nicht möglich, da sich Eselspinguine den „Keller“ als Kinderstube ausgesucht haben. Nun, wer will schon ein Haus besichtigen, wenn darunter das pure Leben tobt. Wenn die Pinguineltern vom Fischfang zurück kommen, werden sie von den halbwüchsigen Küken total überfallen. Die Eltern müssen erst einmal heraufinden, welche Kinder ihre eigenen sind, erst dann beginnt die Fütterung. Fremde Küken werden gnadenlos weggebissen.

Eselspinguine bei der Fütterung

 

Quelle: Secretariat of the Antarctic Treaty

So sieht die 1975 erbaute Hütte von innen aus.

Hinter den Hütten haben wir die Möglichkeit, den Gletcher hinauf zu steigen. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick und kann auch die englische Station Port Lockroy sehen, von wo auch die Damoy Hut betreut wird. Dort haben die Engländer ein kleines Museum eingerichtet und man kann Post verschicken. Unser Expeditionsleiter Toddo ist mit dem Zodiac hinüber gefahren und hat unsere Post aufgegeben. Die Karte war nach exakt vier Wochen in München.

Port Lockroy Museum on Goudier Island in the Palmer Archipelago, Antarctica                                                                                         Quelle: Wikipedia by Apcbg

Ich habe bereits zum Beginn des Berichts darauf hingewiesen, dass extrem viele Schiffe in diesem Teil der Antarktis unterwegs sind. Das ist der Grund, weshalb wir uns Port Lockroy nicht anschauen konnten, weil dort schon ein anderes Kreuzfahrtschiff seine Passagiere an Land gelassen hat. Ich verzichte auf die Wanderung und wende mich lieber wieder den Pinguinen zu.

Hier gibt es eine kleine Kolonie, die ich gut beobachten kann. Eselspinguine sind etwas größer als die Zügelpinguine, die wir gestern gesehen haben. Diese hier haben noch recht kleine Küken.

Mutter mit zwei Küken

Fütterung

 

 

In diesem kurzen Clip fliegt eine Skua (große Raubmöwe) in die Kolonie ein. Die Pinguine regen sich auf und so kann man hören, woher die Eselspinguine ihren Namen haben. Es war mein erstes Video, deshalb bitte ich um Entschuldigung, weil es ein bisschen wackelt. Das Hintergrundgeräusch ist der Motor eines Zodiacs (Schauchboot).

Skuas oder große Raubmöwen sind Opportunisten mit einem sehr breiten Nahrungsspektrum. Als Aas- und Pflanzenfresser sind sie nützlich, aber am bekanntesten sind sie sicherlich für den Futterklau, wobei sie anderen Vögeln ihr Futter abjagen. Ab und an fischen Skuas auch mal selbst. Für Pinguine sind die Möwen eine Plage. Sie klauen ihre Eier, greifen die Küken an und machen auch vor erwachsenen Piguinen, die sich zum Beispiel in der Mauser befinden, nicht Halt.

Quelle: Wikipedia by Liam Quinn from Canada

Peter hat im Rossmeer eine Skua beobachtet, die immer wieder einem Adeliepinguin in der Mauser in den Nacken gehackt hat. Glücklicherweise war der Pinguin noch kräftig genug, um kein Opfer zu werden.

Auf dem Rückweg zum Schiff entdecke ich dieses eingefrorene Pinguinei. Der einzelne Eselspinguin machte einen sehr verlorenen Eindruck mitten im Gezeitenstrom.

 

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Half Moon Bay

Quelle: Wikipedia by Apcbg

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum rund 80 Km weiter gelegene Half Moon Island.

Und dann passiert es: Ich gehe gerade 10 Schritte vom Zodiac und sinke glückselig in den Kies, wo ich anderthalb Stunden sitzen bleibe.

Da sind sie – PINGUINE – genauer gesagt Zügelpinguine und ein paar Eselspinguine sind auch dabei. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen am Strand.

Hier kann man schön den schwarzen Strich am Kinn erkennen, weshalb sie ihren Namen erhalten haben. Die kleinen Kerlchen sind ungefähr 75 cm hoch. Sie wuseln ständig um mich herum. Eigentlich sollen wir 5 m Abstand voneinander halten, aber das wissen die Pinguine nun mal nicht. Sie sind total neugierig und haben überhaupt keine Angst vor uns. Ich bin glücklich, denn deshalb bin ich ans andere Ende der Welt gekommen.

Die Pinguinkolonie zieht sich bis auf den Berg hinauf.

Pinguine sind gute Kletterer…

… und natürlich ausgezeichnete Schwimmer.

Half Moon Bay

 

MS Bremen auf Reede vor Halfmoon Island

 

Ein sehr schmutziger Vogel auf dem Weg in die Pinguinwaschanlage.

 

Antarktischer Seebär

In der hinteren Ecke der Bucht tummeln sich ein paar junge Seebären. Sie liegen am Strand oder spielen im Wasser.

Seebären gehören zu den Ohrenrobben und werden 2m lang und bis zu 150 kg schwer.

 

Foto: Björn Gerhards 2020

Hinter meinem Rücken befindet sich die argentinische Forschungsstation Cámera. Einige der anderen Gäste wandern dorthin, allerdings wohnen auch dort im Schutz der Gebäude Zügelpinguine, so dass man nicht näher an die Station ran kommt.

Dominikanermöwe im Jugendkleid

 

Ausfahrt von Half Moon Island

Schweren Herzen trenne ich mich von den Pinguinen und werde auch keine Zügelpinguine mehr sehen. Aber ich bekomme das Versprchen, dass es Morgen eine große Kolonie von Eselspinguinen gibt.

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Deception Island

Nach zwei langen Seetagen ist es endlich geschafft, wir erreichen die Südlichen Shetland Inseln. Dort wollen wir eine Insel besuchen, die eigentlich nur die Spitze eines Vulkans ist, der sich immerhin 1500 m vom Meeresboden erhebt. Wahrscheinlich heißt sie deshalb Deception Island, zu deutsch „Täuschungsinsel“.

Wie man schon auf der Karte sieht, ist die Einfahrt in die Caldera ziemlich schmal.

Der kleine Spalt ist nur etwa 400 m breit, da muß unser Kapitän mit seinem großen Schiff ein ruhiges Händchen haben. Glücklicherweise haben wir kaum Seegang und Wind, aber ich denke, die Meerenge wird nicht umsonst Neptuns Blasebalg genannt.

Bilder von der Einfahrt:

Hubschrauber Deck

Moose und Flechten können in der Antarktis überleben und bilden bunte Teppiche

Wenn Selfies nicht mehr möglich sind

Anlandung in der Telefon Bay

Die Prozedur der Anlandungen wird ab heute immer gleich bleiben. Das Expeditionsteam fährt mit dem Zodiac voraus und sucht einen geeigneten Landeplatz. Dann stecken sie, wenn nötig, Wege oder Absperrungen mit Fähnchen ab. Anschließend dürfen die Gäste, eingeteilt in 4 verschiedene Farbgruppen, nach Aufforderung von Bord. Wir sind der roten Gruppe zugeteilt. Die Kreuzfahrtdirektorin achtet darauf, dass die Reihenfolge jedesmal geändert wird. Mal sind wir die Ersten, dann in der Mitte oder auch einmal die Letzten zum Ausbooten. An Land erwartet uns ein Besatzungsmitglied mit einer Tafel, auf der vermerkt ist, wo wir uns befinden und wie lange wir an Land bleiben dürfen.

Dies ist mein erster Ausflug und ich bin mega enttäuscht – KEINE Pinguine. Nee, das geht gar nicht. Ich bin doch nicht hierher gekommen, um auf einem blöden Berg rum zu klettern. Deshalb gehe ich maximal bis zum ersten Kraterrand, um dann umzukehren und vielleicht doch noch Pinguine am Strand  zu treffen. Peter erklimmt derweil einen weiteren Hügel und macht von oben schöne Fotos.

 

Dies ist übrigens ein aktiver Vulkan, der das letzte Mal 1970 ausgebrochen ist.

Unten am Strand finde ich eine Feder – Pinguin? Nein, aber das weiß ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Bei meiner Suche nach Pinguinen entdecke ich diesen bemalten großen Brocken. Nur dunkel kann ich mich erinnern, dass ein Lektor eine Anekdote über den Stein erzählt hat. War er ein Festmacher für Walfangschiffe oder eine Orientierungshilfe? Irgendwer musste immer zum Stein rudern und ihn neu streichen, aber heute ist das verboten. Also, falls mal jemand vorbei kommt, soll er bitte fragen und mich informieren. Das Internet weiß eben doch nicht alles.

Nun gut, es gibt aber dennoch ein Highlight.

Baden auf Deception Island

Wir haben ein paar mutige Passagiere, die Badehose und Bikini eingepackt haben, um genau hier im südlichsten Thermalbad ins Wasser zu springen. Durch die vulkanische Aktivität ereicht das Wasser hier bis zu 10°C – das ist aber immer noch a…kalt.

Bei der Rückfahrt aus der Caldera kann man den imposanten Felsen viel besser in Augenschein nehmen.

Durch die ständig wechselnden Lichtverhältnisse sehen Himmel, Wasser und Felsen stets anders aus. Es ist wahr, in der Antarktis ändet sich das Wetter im Minutentakt. Das werden wir noch häufiger erleben.

 

 

 

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 2 Tage auf See

Nachdem die MS Bremen von Algen und Muscheln am Rumpf befreit wurde, machen wir uns auf den Weg in ein großes Abenteuer. Damit ihr eine Vorstellung von der Reise habt, zeige ich euch die Gesamtroute, die unser Lektor für Biologie Dr. Wolfgang Wenzel vom GPS erstellt hat.

Wir werden auf unserer Reise 6427 NM zurück legen, das entspricht einer Strecke von 11.903 Kilometern. Zum Vergleich: Die kürzeste Entfernung zwischen Los-Angeles und Muenchen beträgt 9.609,23 km Luftlinie.

Zwischen uns und unserer ersten Anlandung liegen rund 900 Kilometer freies Wasser, die Drake Passage. „Die Antarktis kostet keinen Eintritt, der Preis ist die Drake-Passage“ behaupten viele Expeditionsleiter und deshalb war mir vor diesem Stück Seestraße recht bange.

Aber nein, die See ist glatt, es weht ein laues Lüftchen aus NNW und keine Spur von der gefährlichsten Seestraße der Welt.

Wir genießen die Seeluft und haben Zeit, Riesensturmvögel…..

… und Albatrosse zu beobachten. Albatrosse verbringen ihr gesamtes Leben in der Luft über dem offenen Meer; nur zum Brüten gehen sie an Land. Sie können sogar in der Luft schlafen. Dazu sind sie in der Lage, je eine Hirnhälfte in den Ruhestand zu versetzen.

Von den Magellan Pinguinen, die nur vor der Küste Argentiniens vorkommen und den Zwergwalen sowie Delfinen gibt es keine Fotos. Die Befinden sich auf der kopfeigenen Festplatte.

Zum Tagesabschluß gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang on Top.

Den nächsten Tag verbringen wir weiter mit organisatorischen Dingen. So bekommen wir für die Dauer unserer Reise einen dicken blauen Daunenparka sowie ein paar Gummistiefel ausgeliehen. Somit kann jeder an Bord richtig zugeordnet werden. Blau die Passagiere, Rot die Besatzung und unsere Lektoren tragen gelbe Parka.

Eine dünnere schwarze Daunenjacke, die man gut drunter tragen kann, bekommen wir geschenkt. So, nun könnt ihr die Leute auf den Bildern zuordnen.

Am Nachmittag müssen wir unsere Kleidung, die wir bei Anlandungen tragen wollen nach IAAT-Vorschriften auf Pflanzenrückstände wie Samen untersuchen lassen und unterschreiben, dass wir uns an die Richtlinien halten werden.

International Association of Antarctica Tour Operators, abgekürzt IAATO, ist ein internationaler Verband der Reiseveranstalter mit Zielgebiet Antarktis, um vor Ort einen sicheren, verantwortungsbewussten und umweltverträglichen Tourismus sicherzustellen.

Die Schiffe werden nach der Höchstzahl der Passagiere in vier Kategorien eingeteilt: bis 12 Passagiere, 13 bis 200 Passagieren, 201 bis 500 Passagiere und über 500 Passagiere. Je nach Kategorie ist geregelt, in welchem Umfang Anlandungen mit Schlauchbooten erlaubt sind, wobei Schiffe mit über 200 Mitreisenden bereits starken Einschränkungen unterliegen und im Fall von über 500 Mitreisenden grundsätzlich keine Anlandungen erlaubt sind.

Alle Schiffe müssen ihre Reiseroute im Vorhinein bei der IAATO anmelden. Dies dient auch zur Koordination eines reibungslosen Ablaufs der Reisen und Anlandungen der verschiedenen Schiffe. Die Reiserouten werden von der IAATO per Satellit verfolgt. Die Schiffe müssen über eine ausreichende Versicherung, über eine medizinische Versorgung und über erfahrenes Personal verfügen. Es ist beispielsweise vorgeschrieben, an welchen Orten Anlandungen überhaupt erlaubt sind und wie sich die Besucher bei Anlandungen zu verhalten haben. So darf man keinen Müll zurücklassen und es ist geregelt, welchen Abstand man bei der Annäherung an Wildtiere einhalten muss. Die Höchstzahl der Besucher, die sich gleichzeitig an Land aufhalten dürfen, ist ebenfalls festgeschrieben. Zum Schutz der Umwelt ist Schweröl als Schiffskraftstoff verboten. Auch gehören Berichtspflichten zu den Vorschriften. Weitere Einzelheiten zu den umfangreichen Regelungen befinden sich auf der IAATO Website. Auszug aus Wikipedia

Zu diesem Zweck begleitet auch eine neuseeländische Beobachterin des New Zealand Department of Conservation unsere Reise. Sie ist unter anderem die Herrin der Schlüssel zu den historischen Hütten, die wir unterwegs besuchen wollen.
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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Tag 2 - An Bord der MS Bremen

MS Bremen in Ushuaia

Wie man es aus dem Fernsehen kennt, empfängt uns am Kai ein nettes Begrüßungsteam und bietet ein Glas Sekt an. Wir werden beim Betreten des Schiffes elektronisch erfasst und es gibt eine Bordkarte, die sowohl Kabinenschlüssel, Zahlungsmittel als auch Anwesenheitskontrolle an Bord ist. Die Koffer sind bereits auf der Kabine und wir sind ein wenig platt, als wir dieselbe betreten.

So sieht unsere Kabine aus, nur spiegelbildlich. Leider gibt es von unserer Kabine keine Bilder, die öffentlich herzeigbar wären. (penguin)Die Kabine ist gemütlich und die Schiffsbewegungen halten sich auf Deck 3 sehr in Grenzen. Allerdings werden bei starkem Seegang die Bullaugen geschlossen.

Auf dem Bett liegt unser erster Tagesplan. Ab jetzt finden wir den jeden Abend dort vor

Am späten Nachmittag findet die Seenot-Rettungsübung statt, die für alle Gäste obligatorisch ist.

 

Bei unserer ersten Zusammenkunft in der Panorama Lounge werden uns wichtige Abläufe des Schiffsalltags vorgestellt und wir erfahren, wie das Ausbooten mit den Zodiacs (Schlauchboote) funktioniert. Für die praktische Übung gibt es in den nächsten 4 Wochen reichlich Gelegenheit.

Per Durchsage informiert uns der Kapitän, dass wir erst in den frühen Morgenstunden auslaufen werden.

Der Rumpf des Schiffes muss gründlich gesäubert werden, bevor wir in die unberührten Weiten der Ostantaktis vordringen.

Die Säuberung darf allerdings nicht im Hafenbecken von Ushuaia stattfinden. Dazu müssen wir in den Beagle Kanal weiterfahren, wo wir ein Team mit Tauchern treffen, die diese Arbeit erledigen.

Foto: Björn Gerhards

Taucher entfernen Algen und Muschel vom Rumpf der Bremen.

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Tag 2 Sonderflug nach Ushaia mit Sightseeing

Morgens um halb 3 ist die Nacht zu Ende.

Buenos Aires bei Nacht

Nach einem kurzen Frühstück geht es zum Inlandsflughafen Jorge Newbery.

Airport Jorge Newbery

Von hier geht es mit einer Sondermaschine der LATAM Airline in einem 3-stündigem Flug an die Spitze Feuerlands nach Ushuaia. Unser Gepäck wurde von den Helfern von Hapag Lloyd bereits in den Flieger verladen. Toller Service.

Flughafengebäude Ushuaia

Bald können wir den Hafen erspähen, aber die Bremen wird von dem weißen Bus verdeckt.

Nun sind wir tatsächlich da, am südlichsten Ende der Welt.

Dank der guten Organisation Von Hapag Lloyd fahren nicht alle vier Busse den gleichen Weg, sondern teilen sich in zwei Gruppen auf. Zuerst machen wir einen Stop in der Innenstadt. Hier besteht die letzte Möglichkeit vergessene Artikel einzukaufen.

Im Bewußtsein hier nie wieder herzukommen, stürme ich einen Souvenirladen, um für mich und meine Freundin ein paar Mitbringsel zu kaufen. Eva, ich hoffe du wirst eines Tages ebenfalls hier auf Souvenirjagd gehen. 🙂

Restaurant Chez Manu

Shoppen macht hungrig und so fahren wir den Berg hinauf zum französischen Restaurant Chez Manu. Hier gibt es nicht nur ein richtig gutes Essen, sondern auch eine phänomenale Aussicht auf Ushuaia und den Hafen.

Schaut, wie viele Kreuzfahrtschiffe am Kai liegen. Da hat man einen Eindruck, was sich in dem Dreieck Ushaia – Falkland – Antarktische Halbinsel und zurück tummelt. Mit uns waren noch 48 weitere Schiffe unterwegs. Aber dazu kommen wir später noch einmal.

Zunächst besuchen wir den Nationalpark Tierra del Fuego (Feuerland). Hierzu begeben wir uns auf die letzten Kilometer der Panamerica, für uns ein besonderes Erlebnis, da wir den Beginn in Alaska selbst zweimal unter die Räder genommen haben.

Wir sind nicht allein…  Überraschtes Smiley, als Emoticon :O

 

 

Diese Camper haben es geschafft. Ob sie wohl die gesamte Strecke gefahren sind? Dies ist der Nachteil einer Bustour, wir können nicht einfach anhalten und fragen. Wahrschein interessiert das außer uns sowieso niemanden.

In der schönen Bahía Lapataia am Beagle Kanal blicken wir auf die letzten Ausläufer der Anden. Vielleicht kommen wir doch noch einmal zurück um den Ausblick allein zu genießen.

Vorerst müssen wir die Bucht mit unseren dear fellow travelers teilen.

Am Spätnachmittag wird es Zeit nach Ushuaia zurück zu kehren, denn einige Mitreisende sind jetzt doch neugierig auf das Schiff. Nur zum Verständnis, es waren lediglich 40 Neulinge an Bord.

Wildlife heute:

Blumen

Papa Magellangans passt auf seinen Nachwuchs auf…

…während Mama ein Schläfchen hält. Die weiblichen und männlichen Tiere unterscheiden sich deutlich im Gefieder.

Der Bronzekiebitz ist ungefähr 38 cm groß. Er kommt in weiten Teilen Südamerikas vor und ist das Wappentier von Uruguay.

Wandmalerei in Ushuaia

So, nun geht es aber endlich los – kommt mit.

 

 

 

 

 

 

 

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Tag 1 Sightseeing in Buenos Aires, Argentinien

Nach einer kleinen Verschnaufspause holen uns die Busse vom Hotel zur Stadtrundfahrt ab.

Plaza de Mayo

Beim ersten Halt erkunden wir den Plaza de Mayo mit dem rosafarbenen Regierungsgebäude im Hintergrund. Auf diesem Platz demonstrieren jeden Donnerstag auch noch nach 40 Jahren die Madres de Plaza de Mayo.  Die Mütter und mittlerweile auch Großmütter wollen das Verbleiben ihrer Angehörigen während der Militärdiktatur geklärt haben und mahnen zur Gemeinsamkeit.

Plaza de Mayo, Buenos Aires

Während der Demonstration umrunden die Frauen eine halbe Stunde lang stumm den Platz. Dabei tragen sie ein weißes Kopftuch, welches zum Symbol des Widerstandes wurde. Da wir an einem Donnerstag Buenos Aires besuchen, werden wir die Mütter noch aus dem Bus beobachten können.

Bild: Alexis González Molina

Wir haben Gelegenheit, die Kathedrale anzuschauen, welche sich ebenfalls am Plaza de Mayo befindet.

Catedral Metropolitana de Buenos Aires

Ich finde, die Kirche ist prunkvoll ausgestattet, was ich so von außen nicht erwartet hatte.

Wachablösung am Grab des General José de San Martin

Die sterblichen Überreste von General José de San Martín wurden in der Kirche 1880 in einem Mauseleum bestattet. Er gilt als der Freiheitskämpfer Südamerikas schlechthin. Hier der Wachwechsel der Ehrengarde,

Madres de Plaza de Mayo

Bei unserer Weiterfahrt passieren wir die demonstrierenden Mütter und kurze Zeit später diese hübsche Kirche.

Russisch-orthodoxe Kirche in San Telmo

Wir können nur die Türmchen der Kathedrale der Allerheiligsten Dreifaltigkeit sehen. Irgendwie scheint sie hier fehl am Platz zu sein, aber ich habe gelesen, dass die Kirche zwischen 1898 und 1901 entstand. Dies bedeutet, dass die Kirche nachträglich zugebaut wurde.

 

Als nächstes Ziel erreichen wir das Künstlerviertel La Bocca. Alle Häuser sind recht bunt gestrichen und ziehen Touristenströme aus der ganzen Welt an. Wir haben Zeit ein wenig duch die Gassen zu spazieren und uns das Treiben anzuschauen.

Künstlerviertel La Bocca

 Mietze statt Tango

Der alte Hafen an der Mündung des Riachuelo Flußes in den Rio de la Plata.

Mönchssittich

Während wir auf den Bus zur Weiterfahrt warten, höre ich bekannte Laute. Mönchssittiche streiten sich mit Tauben um Futter.

Mönchssittiche

Wir kennen die kleinen Raufbolde aus Spanien, und wer sie einmal in einer Palme mit einem Riesennest erlebt hat, möchte nie in der Nähe dieser Vögel wohnen. Sie machen einen ungeheuren Lärm.

La Recoleta

Der nächste Halt wird vor dem alten Friedhof La Recoleta gemacht.


Ich mag alte Friedhöfe sehr. Dieser entstand im Jahre 1881. Die Gräber und Mausoleen befinden sich in unterschiedlichem Zustand. Viele werden noch von Angehörigen gepflegt und mit frischen Blumen versorgt, während andere Gräber völlig verfallen sind, weil die Familien ausgestorben sind.

Grab der Familie Duarte

Im Familiengrab der Duartes ist Eva Perón beigesetzt, die sich als zweite Ehefrau des Präsidenten von Argentinien sehr für die arme Bevölkerung eingesetzt hat.

Grabinschrift Eva Perón

Weitere Bilder, die ich während der Stadtrundfahrt aus dem Bus mache:

Casa Rosada – Palast des argentinischen Präsidenten

Zum Abschluss der Stadtrundfahrt besuchen wir das Viertel Puerto Madero am Ufer des Rio de la Plata.

Die Kräne wurden alle in der ehemaligen DDR vom VEB Kranbau Eberswalde gefertigt.

Alvear Art Hotel

Das Abendessen nehmen wir im hoteleigenen Restaurant ein, denn morgen geht es ganz früh weiter nach Ushaia. Im Lokal lernen wir die unterschiedliche Auffassung der Argentinier zum Rest der Welt kennen, wie ein Steak zu braten sei. Medium und medium rare sind weit von unserem Verständnis entfernt.

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„Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“ Antarktis 2020 Tag 1 Flug von München nach Buenos Aires

Prolog:

Immer wieder werde ich gefragt: Wie kommst du auf so eine Reise?

Nun, das war eigentlich ganz einfach. Nachdem wir den nördlichen Polarkreis schon mehrfach überquert haben und auch nach Norden bis zum 80. Breitengrad vorgedrungen sind, wollte ich das Ganze nun ebenfalls in südlicher Richtung erleben. Das einzige Problem dabei ist, dass der südliche Polarkreis anders als im Norden nur wenig über Land verläuft.

Weltkarte

Quelle: Wikipedia

Somit war die Suche einfach, es musste ein Schiff her. Mittlerweile tummeln sich viele Kreuzfahrtschiffe in der Nähe der antarktischen Halbinsel, aber selten überqueren sie bei ihren Fahrten den südlichen Polarkreis. Bei meiner Recherche stieß ich auf die MS Bremen von Hapag Lloyd, die genau dies versprach. Die ganze Suche fand 2017/2018 statt und plötzlich tauchte die Reise auf, die uns versprach, nicht nur einen Zipfel Antarktis zu erleben, sondern gleich die Hälfte. Am 08. Februar 2018 buchte ich bei Hapag Lloyd „Eine Route für die Ewigkeit – Legende und Lebenstraum“, die Antarktis-Seminavigation von Ushuia nach Bluff vom 31. Januar bis 03. März 2020.

Nach einer langen Wartezeit von über 2 Jahren geht es am 29. Januar 2020 endlich los. Mit einem Nachtflug geht es von München über Frankfurt nach Buenos Aires, wo wir dank Zeitverschiebung am 30. Januar landen.  Am Flughafen in Argentinien nehmen uns die Reiseleiter von Hapag Lloyd in Empfang.

Bereits zuhause mussten wir unsere Koffer so kennzeichnen, dass wir nur ein Gepäckstück pro Paar mit ins Hotel nehmen. Die anderen beiden Koffer werden am Flughafen in einem Container eingelagert.

Alvear Art Hotel

Zügig werden wir zu unserem Übernachtungsquartier Alvear Art Hotel gebracht, wo wir erst einmal einchecken und einen kleinen Snack zu uns nehmen.

Lobby

Zimmer im Alvear Art Hotel

Indoor Pool

Vom Pool auf dem Dach des Hauses hat man einen tollen Ausblick auf Buenos Aires.

Buenos Aires

Stadtmitte

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Back to The USA Los Angeles November 2019

Liebe Freunde,

lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen, denn die Erinnerung an unsere tolle Zeit in Amerika war teilweise doch sehr schmerzhaft. Aber im November 2019 haben wir es wieder gepackt und sind von München direkt nach Los Angeles geflogen. Hier berichte ich, Debby, von unseren Erlebnissen.

Am Flughafen München gab es bei der Lufthansa erst einmal eine große Aufregung. Meine Flugbox steht auf 4 Rollen, damit man das unhandliche Ding bequem transportieren kann. Es gab auch bislang bei keiner Airline Probleme damit, aber die Lufthansa wollte die Dinger abgeschraubt haben. Toll!!! Denn wer hat schon bei einer Flugreise Werkzeug im Handgepäck, wo das doch gar nicht erlaubt ist? Papas Leatherman war im Koffer und am Counter hatten sie auch nix, außer Vorschriften. Wir haben dann einen netten Mann gefunden, der uns einen Schraubendreher leihen konnte. Flugs waren die Rollen abgeschraubt und ich wurde zur Maschine gebracht.

Auf geht’s nach Los Angeles

Der Flug war angenehm und die Zeit flog im wahrsten Sinne des Wortes im Schlaf vorbei. In Los Angeles holte uns Manfred vom Flughafen ab, und ich durfte endlich pieseln gehen.

Los Angeles am Spätnachmittag

Los Angeles am Spätnachmittag

Die Fahrt nach Pasadena führt uns in den Feierabendverkehr von Los Angeles.

Los Angeles

Los Angeles Downtown bei Nacht

Abends gab es dann Futter für mich und saftige Steaks für die Menschen. Anschließend ging es ins Bett und die Zeitumstellung war geschafft.

Der nächste Tag war ausgefüllt mit Einkaufen sowie Mietmobil abholen.

ietmobil vermittelt von CamperDays

Mietmobil von Cruise America

Hier steht das 25″ Wohnmobil, welches wir in Deutschland über die Firma CamperDays angemietet haben. Leider war es total herunter gekommen, so dass wir CamperDays entgültig von unserer Liste streichen und auch keinem weiter empfehlen können. Schon Anfang Januar 2017 bekamen wir ein Wohnmobil mit fauligem Frischwassertank zugewiesen.

CamperDays

verschmutzte Sitze

Später werden wir noch öfter darauf zurück kommen.

Manhattan Beach Pier

Manhattan Beach Pier

Am Abend war dann noch Zeit, zum Sonnenuntergang an den Strand zu fahren.

Los Angeles

Manhanttan Beach

Sonnenuntergang am Manhattan Beach, LA

Sonnenuntergang am Manhattan Beach, Los Angeles

Sonnenuntergang mit Delfinen

Delfine in der Bucht

Heute tummeln sich unzählige Delfine in der Bucht, aber keiner will mit seinem Sprung aufs Bild. Die Mama ist viel zu fasziniert von dem Schauspiel auf See. Ein großartiger Anblick.

Langsam schlendern wir den Pier zurück und genießen im The Kettle ein großartiges Abendbrot. Danke an Petra und Manfred für den wunderschönen Tag. Hoffentlich können wir das in naher Zukunft einmal wiederholen, denn morgen geht es weiter in den Joshua Tree National Park.

 

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